Ein zentraler Wunsch der Bauherrschaft ist die Weiterverwendung bestehender Einbauten, Möbel und Geräte, die – wo möglich – integriert und an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden. Auch die vorhandene Bulthaup-Werkbank soll im Sinne des ursprünglichen Gedankens stärker in Szene gesetzt werden. Inspiriert von Otl Aichers „Die Küche zum Kochen“ entwickeln die Architekten das neue Konzept.
Die räumlichen Gegebenheiten und die Anforderungen der Nutzer führen zu einer Neuordnung der Funktionen: Die Küche wandert in den Wohnbereich und erhält eine grosszügigere Ausformulierung. Der bisherige Küchenraum wird zu einem neuen Essbereich – einer atmosphärischen Nische, deren Proportionen und Tapeten an ein französisches Landhaus erinnern.
Der bauliche Eingriff konzentriert sich auf den Durchbruch zwischen Küche und Esszimmer. Die Position des neuen Spültrogs nutzt die bestehenden Wasser- und Abwasseranschlüsse. Da der Wasseranschluss der Bulthaup-Werkbank haustechnisch nicht aktiviert werden kann, wird das Becken durch ein hölzernes Schneidebrett ersetzt und primär als Arbeitsfläche genutzt. Kühlschrank- und Backofenelement sowie die Chromstahl-Arbeitsfläche mit Unterschränken werden in die neue Küche übernommen; die Integration eines Steamers über dem Backofen wird geprüft.
Elektrische Anschlüsse sind grundsätzlich vorhanden, müssen jedoch hinsichtlich Leistung und Absicherung kontrolliert werden.
Das Kochfeld der freistehenden Werkbank wird künftig über ein Umluftsystem betrieben. Entlang der Aussenwand entsteht eine zusätzliche Ablagefläche mit integriertem Kräutergarten. Darunter finden zwei bestehende Rollcontainer Platz; der linke Bereich wird durch ein Einbaumöbel ergänzt, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen.
Architekturleistungen: Gestaltung, Machbarkeitsstudie, Variantenstudie – Bauprojekt
Ausschreibungs- und Ausführungsplanung, Kostenplanung und Bauleitung